Das Tavetscher Schaf

500 Jahre
 

Anlässlich der Feier "500 Jahre Freistaat der drei Bünde" können sich die Bündner Museen und Kulturarchive an einer Wanderausstellung beteiligen. Dabei zeigen sie bis Herbst 2024 jeweils ein ausgewähltes Objekt aus ihrer Institution. Gleichzeitig geht ein Bild des Objekts während dieser Zeit auf die Reise durch den Kanton.

tavetscher
Im Bündner Naturmuseum präsentieren Wir das Tavetscher Schaf – auch Vriner oder auch Nalpser Schaf genannt. Das Tavetscher Schaf ist die kleinste Schafrasse der Schweiz und stammte aus dem Tujetsch/Tavetsch (Surselva). Der Ursprung dieses Schaf geht auf Pfahlbauzeiten und dort auf das Torfschaf zurück. Aus der Wolle wurden von den Leuten auf dem Land graue Kleider gefertigt. Diese haben 1442 dem Grauen Bund und später Graubünden den Namen gegeben (romanisch grisus = grau, grisoni = Graubünden).

 1954 starb das letzte Tavetscher Schaf im Tierpark Lange Erlen (Basel). Seither existiert dieses Schaf als einziges vollständiges Individuum nur noch in der Sammlung des Bündner Naturmuseums. Unter der Federführung von ProSpecieRara wird seit 1984 das Bündner Oberländer Schaf mit sehr ähnlichen Eigenschaften gezüchtet.


Die Vitrine mit dem Tavetscher Schaf kann ab sofort im 1. Obergeschoss des Bündner Naturmuseums bestaunt werden.